„Der gute Göring“ – Doku-Drama um den Bruder des Nazi-Verbrechers – mit Francis Fulton-Smith

„Der gute Göring“
Vincent TV produziert im Auftrag des NDR und BR in Koproduktion mit dem ORF das Doku-Drama um den Bruder des Nazi-Verbrechers – mit Francis Fulton-Smith, Barnaby Metschurat, Natalia Wörner und Anna Schudt

Der eine war überzeugter Nazi der ersten Stunde, bekannt als die Nummer zwei nach Adolf Hitler: Hermann Göring. Der andere rettete zahllose Menschen vor der Todesmaschine der Nazis, verschaffte ihnen falsche Pässe und finanzierte Widerstandsorganisationen: Albert Göring – der jüngere und bisher nahezu unbekannte Bruder. Das NDR/BR Doku-Drama „Der gute Göring“ (Arbeitstitel) erzählt die Geschichte des Brüderpaares, gespielt von Francis Fulton-Smith und Barnaby Metschurat. Weitere Darsteller sind u. a. Natalia Wörner (Henny Porten) und Anna Schudt (Emmy Göring). Kai Christiansen („Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt“) dreht die Spielszenen noch bis zum 30. April 2015 in Bückeburg und Wolfenbüttel. Das Buch für das Doku-Drama schrieben Dr. Gerhard Spörl und Jörg Brückner.

Ergänzt wird der Film durch Interviews mit Angehörigen wie Elisabeth Göring (Tochter von Albert Göring) und Brunhilde Löhner (Stieftochter von Albert Göring). Dazu kommen Gespräche u. a. mit Dr. Irena Steinfeldt (Direktorin der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Dort liegt der Antrag vor, Albert Göring als Gerechten unter den Völkern anzuerkennen.) Zu Wort kommen auch Angehörige von Menschen, die Albert Göring ihr Leben verdanken. In historischen Archivaufnahmen – darunter bislang unbekannte Dokumente aus Prag über Rettungstaten von Albert Göring und Material über die Verhöre Albert Görings in amerikanischer Gefangenschaft – ersteht das Leben der beiden Brüder wieder auf.

Francis Fulton-Smith: „Es ist gerade heute wieder enorm wichtig, den jungen Generationen zu zeigen, wie die Architektur von Macht und Machtmissbrauch in der Gesellschaft funktioniert.“

Barnaby Metschurat: „Für mich eines der genauesten und überraschendsten Drehbücher seit Jahren.“

Dr. Irena Steinfeld: „Irgendetwas in diesen Geschichten gibt uns die Hoffnung, dass die Menschheit auch anders handeln kann und dass nicht alles schwarz war.“

Dirk Neuhoff, Leiter der NDR Fernseh-Abteilung Dokumentation und Reportage: „Mit hochwertigen Doku-Dramen können wir Geschichte emotional und authentisch erzählen. Wir erreichen damit regelmäßig viele Zuschauer. Deshalb werden wir das Genre auch in Zukunft pflegen.“

Matthias Martens, Produzent (Vincent TV): „Viele historisch interessante Geschichten sind offenbar noch nicht erzählt. Für ‚Der gute Göring‘ konnten wir wie schon für das vielfach ausgezeichnete Drama ‚Ein blinder Held – Die Liebe des Otto Weidt‘ den Regisseur Kai Christiansen und sein Team verpflichten. Darüber hinaus bin ich sehr froh, dass es gelungen ist einen derartig hochkarätigen Cast zu gewinnen und ihn mit unserer Begeisterung für den Stoff anzustecken.“

Das Doku-Drama beleuchtet das Verhältnis der beiden Brüder zueinander in fünf Akten. Sie zeigen die Görings an unterschiedlichen Stationen ihres Lebensweges. So trifft am Anfang ein gefallener Pilot und Fliegerheld ohne Perspektive auf einen Ingenieur mit Zukunft. Jahre später ist der eine ein prunksüchtiger Nazi-Fürst, der andere ein Heimatloser, wieder später einer ein Mörder, der andere ein Retter. Ein Entmachteter trifft auf einen Machtverächter – und schließlich, bei ihrer letzten Begegnung in einem alliierten Gefängnis, ein Verlierer auf einen Verlierer: Albert kommt erst nach vielen Jahren aus der amerikanischen Haft frei, die Ermittler glauben ihm die Geschichten von den geretteten Juden nicht. Albert kann beruflich nie wieder Fuß fassen, wird wegen seines Namens gemieden. Er stirbt mittellos 1966 mit 71 Jahren, ohne dass seine Rettungsaktivitäten im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Öffentlichkeit anerkannt wurden.

Produzent des 90-minütigen Films ist Matthias Martens (Vincent TV), Kamera: Jan Kerhart, Herstellungsleiter: Peter Effenberg, die Redaktion haben Marc Brasse (NDR) sowie Bettina Reitz und Sabine Scharnagel (BR).

Gefördert wird „Der gute Göring“ (Arbeitstitel) mit Mitteln der nordmedia. Den Weltvertrieb hat GlobalScreen übernommen.